PD Dr. med. Ulrich Lüsebrink
Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie, habilitierter Herzspezialist und Fellow of the European Society of Cardiology. Seit 2013 versorgt PD Dr. Lüsebrink Patientinnen und Patienten in Marburg, der Region und darüber hinaus – als Arzt, Kardiologe und Spezialist für Herzrhythmusstörungen.
Klinische Exzellenz mit menschlicher Haltung
PD Dr. med. Ulrich Lüsebrink ist Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie. Seine ärztliche Laufbahn begann er 2006 in der Kardiologie – und er ist ihr seither mit großem Engagement verbunden geblieben.
Nach seiner fachärztlichen Weiterbildung an der Medizinischen Hochschule Hannover wechselte er an das Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM). Dort ist er seit vielen Jahren in leitender Funktion an der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin tätig.
Im Jahr 2024 habilitierte er an der Philipps-Universität Marburg. Das Thema der Habilitationsschrift befasst sich mit einer klinisch hochrelevanten Fragestellung an der Schnittstelle von struktureller Herzmedizin und Elektrophysiologie: Patienten mit Mitralklappeninsuffizienz weisen häufig gleichzeitig Vorhofflimmern auf – und umgekehrt begünstigt Vorhofflimmern die Progredienz der Mitralklappenerkrankung. Die perkutane Mitralklappenrekonstruktion (mTEER) verändert diese Ausgangslage, ohne sie aufzulösen: Gerade die meist älteren, oft mehrfach erkrankten mTEER-Patientinnen und -Patienten bleiben nach erfolgreichem Eingriff mit ihrem Vorhofflimmern – und mit der Frage, wie es bestmöglich zu behandeln ist.
Genau hier setzt die Habilitationsschrift an: PD Dr. Lüsebrink hat in diesem Kollektiv systematisch untersucht, wie sich das Vorhofflimmern auf den weiteren Verlauf auswirkt und welche Behandlungsstrategien sich bewähren – sowohl bei der Behandlung des Herzrhythmus selbst (von einer reinen Kontrolle der Herzfrequenz bis zur gezielten Wiederherstellung des normalen Rhythmus) als auch bei der begleitenden Blutverdünnung, die Schlaganfälle verhindern soll, ohne das Blutungsrisiko unnötig zu erhöhen.
An diese Arbeiten knüpft die Studie CABA-MiTRA (AFNET) an: Sie prüft, ob eine gezielte Behandlung des Vorhofflimmerns nach erfolgreicher mTEER die Prognose verbessert – aufbauend auf Daten, die bereits einen Überlebensvorteil nahegelegt haben. Ein Feld, in dem klinische Erfahrung, das Wissen über Herzrhythmusstörungen und die Erfahrung in der strukturellen Herzmedizin zusammenwirken müssen.
Seine klinische Erfahrung umfasst das gesamte Spektrum moderner Herzmedizin – von Prävention und Vorsorge über die langfristige Betreuung chronischer Herzerkrankungen bis hin zur spezialisierten Behandlung komplexer kardiologischer Fragestellungen.
Leitungspositionen & besondere Expertise
PD Dr. Lüsebrink hat am Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) das Vorhofflimmerzentrum gegründet und langjährig als DGK-zertifiziertes Zentrum geleitet. Darüber hinaus war er langjähriger Leiter der DGK-Ausbildungsstätte für Aktive Herzrhythmusimplantate und Invasive Elektrophysiologie am UKGM Standort Marburg – zwei Positionen, die seinen Rang in der nationalen kardiologischen Rhythmologie dokumentieren.
Seine klinische Erfahrung umfasst darüber hinaus mehr als eine Dekade in der kardiologischen Notfall- und Herzinfarktversorgung: Herzkatheteruntersuchungen, akute Koronarintervention (PCI), mechanische Kreislaufunterstützung sowie die aktive Mitarbeit am Aufbau des AV-Klappenprogramms am UKGM, Standort Marburg – einschließlich perkutaner Mitralklappenrekonstruktion (mTEER). Diese Breite klinischer Erfahrung – von der Akutversorgung bis zur spezialisierten Langzeitbetreuung – bildet das Fundament für die Arbeit in der Privatpraxis.
Besondere Expertise besteht in der Diagnostik und Behandlung von Herzrhythmusstörungen sowie in der Betreuung moderner Herzimplantate. Die vollständigen europäischen EHRA-Level-II-Zertifizierungen in Elektrophysiologie und Cardiac Pacing & Device Therapy sowie die entsprechenden DGK-Zertifizierungen dokumentieren eine Spezialisierung, die deutschlandweit nur von vergleichsweise wenigen Kardiologen erreicht wird.
Neben seiner kardiologischen Spezialisierung verfügt PD Dr. Lüsebrink über Zusatzqualifikationen in Internistischer Intensivmedizin und Notfallmedizin. Diese Erfahrung ergänzt die Beurteilung komplexer kardiovaskulärer Beschwerden.
In der Privatpraxis
In der Kardiologie Marburg Haspelstraße verbindet PD Dr. Lüsebrink universitäre Expertise mit dem, was gute Medizin ausmacht: ausreichend Zeit, klare Kommunikation und eine Therapieplanung, die den einzelnen Menschen in den Mittelpunkt stellt.
Die seit 1993 gewachsene Praxis bietet dafür den idealen Rahmen – persönlich, verlässlich und unabhängig. Hier lässt sich das umsetzen, was im Klinikalltag oft nicht möglich ist: die konsequente Orientierung am Patientennutzen, auch wenn dies bedeutet, etablierte Versorgungspfade neu zu denken. Die Integration ambulanter und stationärer Medizin – etwa durch strukturierte Same-Day-Discharge-Konzepte – ist dabei kein Selbstzweck, sondern Ausdruck eines Versorgungsverständnisses, das PD Dr. Lüsebrink in zwei Dekaden klinischer Tätigkeit entwickelt hat.
Fachliche Exzellenz, sachlich dokumentiert
Die Zertifizierungen und Qualifikationen von PD Dr. Lüsebrink spiegeln eine kontinuierliche fachliche Entwicklung wider – sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene.
Insbesondere die vollständigen europäischen EHRA-Level-II-Zertifizierungen in Elektrophysiologie und Cardiac Pacing sind eine Auszeichnung, die in Deutschland nur von einem vergleichsweise kleinen Kreis von Kardiologen erreicht wird.
Diese Qualifikationen kommen nicht nur hochspezialisierten Fällen zugute – sie sichern auch bei der Routine eine fundierte Einschätzung und vermeiden unnötige Eingriffe.
Eine bewusste Entscheidung – für ein Versorgungsmodell, nicht nur für eine Praxis
Die Übernahme der Kardiologie Marburg Haspelstraße ist für PD Dr. Lüsebrink kein Karriereschritt im klassischen Sinne, sondern eine inhaltliche Entscheidung. Nach zwei Dekaden in der universitären Herzmedizin bot sich hier die seltene Gelegenheit, ein Versorgungskonzept zu verwirklichen, das im institutionellen Rahmen einer Klinik strukturell schwer umzusetzen ist.
Im Mittelpunkt steht die konsequente Überwindung der Grenzen zwischen ambulanter und stationärer Herzmedizin – nicht als konzeptioneller Entwurf, sondern als gelebte Praxis. In der Elektrophysiologie und der Herzschrittmacher- und Devicetherapie wurde dieses Modell unter der Leitung von PD Dr. Lüsebrink am UKGM Marburg frühzeitig eingeführt: Eingriffe planmäßig am Aufnahmetag, eine strukturierte Ambulanz als organisatorisches Fundament. Same-Day-Discharge ist außerhalb Deutschlands in vielen kardiologischen Disziplinen seit Jahren selbstverständlich – die Elektrophysiologie hat gezeigt, dass dieses Modell medizinisch sicher, logistisch beherrschbar und für Patientinnen und Patienten klar vorzugswürdig ist.
In Deutschland fehlte lange der passende regulatorische Rahmen. Mit dem Hybrid-DRG steht er nun zur Verfügung – ein politisch gewollter Schritt, der sektorenübergreifende Versorgungspfade erstmals auch wirtschaftlich abbildet. Für PD Dr. Lüsebrink ist dieser Moment der Anlass für einen konsequenten nächsten Schritt: die Reduktion der klinischen Stelle bei gleichzeitiger Aufnahme ambulanter Tätigkeit – ohne die interventionelle und klinische Arbeit aufzugeben. Es ist kein Abschied von der Klinik, sondern eine bewusste Neugewichtung: mehr Eigenverantwortung, weniger Institution, und die Privatpraxis als der Ort, an dem das, was klinisch entwickelt wurde, nun in vollem Umfang gelebt werden kann.
Die Privatpraxis übernimmt in diesem Modell eine klar definierte Rolle: Sie ist der Ort der Vor- und Nachbereitung – der persönlichen Aufklärung, der Indikationsstellung, der strukturierten Nachsorge und der langfristigen Begleitung. Die weiterhin bestehende klinische Tätigkeit schafft dabei die lebendige, personelle Brücke zwischen den Sektoren – nicht als organisatorische Konstruktion, sondern in personam. Diese Verbindung ist Angebot und Option: Sie verpflichtet Patientinnen und Patienten zu keiner bestimmten Klinik. Durch langjährige kollegiale Netzwerke bestehen Kontakte zu spezialisierten Kliniken und Zentren in der Region und darüber hinaus – die Wahl des geeigneten Ortes richtet sich allein nach dem individuellen Bedarf.
Die seit 1993 etablierte Privatpraxis bietet dafür den richtigen Rahmen: persönliche Kontinuität, gewachsenes Vertrauen, kurze Entscheidungswege und die Autonomie, das Richtige für den Patienten zu tun – unabhängig von institutionellen Vorgaben.
Diese Entscheidung hat für PD Dr. Lüsebrink auch eine persönliche Dimension. Die ärztliche Niederlassung ist ihm nicht fremd, sondern vertraut: Sein Vater war über viele Jahre als niedergelassener Internist tätig – eine Medizin nah am Menschen, in eigener Verantwortung und getragen von Patientenbeziehungen, die über Jahrzehnte wuchsen. Bereits in den Generationen davor war die Heilkunde in der Familie verankert, in Praxis wie Klinik. Der Schritt in die eigene Praxis ist insofern auch eine Rückkehr zu einem Verständnis von Medizin, das ihn früh geprägt hat – ärztliches Handeln als unmittelbare, persönliche Beziehung zwischen Arzt und Patient.
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Lernen Sie PD Dr. Lüsebrink und das Team der Kardiologie Marburg Haspelstraße persönlich kennen. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Herzgesundheit.